Abschluss-Veranstaltung

Autorenbegegnung mit Dinçer Güçyeter:
„Unser Deutschlandmärchen“

Prof. Dr. Stefan Jeuk

Copyright: Fotocredit Buchcover: mikrotext

Die Lesung mit Dinçer Güçyeter, Preisträger der Leipziger Buchmesse 2023, greift thematisch das titelgebende Leitmotiv
»Wer wir sind« von Lena Goreliks Roman noch einmal auf und nähert sich damit auch der Identitätsfrage mit einer vielstimmigen Familiengeschichte. Güçyeter der Lyriker, Gründer des Kleinverlags ELIF, den er als Gabelstaplerfahrer in Teilzeit finanziert, der frühere Gastronom und zwischenzeitliche Leiter eines Theaterensembles in Essen, debütiert mit „Unser Deutschlandmärchen“ nun auch als Romancier.
Güçyeter erinnert in seinem Roman in poetischen, oft kräftigen Bildern, in Monologen und Dialogen, in Träumen und Gebeten an das Schicksal türkischer Griechen. Von tiefer Verwurzelung in anatolischem Leben und von der Herausforderung, als Gastarbeiterin und als deren Nachkomme in Deutschland sein Leben zu meistern.

Lena Gorelik erhält den Heinrich-Mann-Preis 2024 der Akademie der Künste.
Weitere Infos hiertzu, unter https://www.adk.de/de/news/?we_objectID=66264

Stadt Ludwigsburg
Fachbereich Bildung und Familie
Stadtbibliothek
Joana Petsonias
Tel. 07141 / 910 2534
j.petsonias@ludwigsburg.de

PRESSEMITTEILUNG

Abschlussveranstaltung des Projekts „Ludwigburg liest“ im Kulturzentrum
Dinçer Güçyeter liest aus seinem Roman „Unser Deutschlandmärchen“

Das Projekt „Ludwigburg liest“, eine Kooperation aller fünf Ludwigsburger Hochschulen, begann im Oktober letzten Jahres und findet am Mittwoch, 31. Januar um 19 Uhr seinen Abschluss. Zu diesem Anlass wird der Autor Dinçer Güçyeter, Preisträger des Elke-Lasker-Schüler-Lyrikpreises 2024 im Kleinen Saal des Kulturzentrums zu Gast sein. Der Eintritt ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Lesung mit Dinçer Güçyeter aus seinem Romandebut „Unser Deutschlandmärchen“ greift thematisch das Leitmotiv des Romans „Wer wir sind“ von Lena Gorelik auf, der die Basis für das Kooperationsprojekt der Ludwigsburger Hochschulen „Ludwigsburg liest“ bildet. Güçyeter nähert sich in seinem Roman ebenfalls der Identitätsfrage und erzählt eine vielstimmige Familiengeschichte. Es geht um das Schicksal der türkischen Griechen und der tiefen Verwurzelung im anatolischen Leben. Seine biografisch geprägte Geschichte beschreibt zudem das herausfordernde Leben sowohl von der Mutter als Gastarbeiterin sowie von ihm als deren Nachkomme in Deutschland.

Neben der Lesung beleuchten Professor Michael Gans von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg sowie Rita Pfeiffer, Teamleiterin in der Stadtbibliothek Ludwigsburg, in einem Autorengespräch mit Dinçer Güçyeter verschiedene Aspekte seines Buches.
Musikalisch begrüßt werden die Zuhörenden von Sila Yumrutepe und Mitgliedern des Weltmusikensembles SES.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Stadtbibliothek mit der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, dem Integrationsrat sowie der VHS Ludwigsburg und dem Forum Migration.

Infos zum Autor

Dinçer Güçyeter, Jahrgang 1979 aus Nettetal (NRW) ist Lyriker und Gründer des 2023 mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichneten Kleinverlags ELIF. Diesen finanziert er als Gabelstaplerfahrer in Teilzeit. War Gastronom und ist zwischenzeitlich Leiter eines Theaterensembles in Essen. „Unser Deutschlandmärchen“ ist sein Debütwerk als Romanautor.

Hintergrund zum Projekt „Ludwigsburg liest“

In einer Welt, die von Sorgen um Umwelt, soziale Gleichheit, Gerechtigkeit und Frieden geprägt ist und in der Zukunftsperspektiven als zunehmend unsicher erlebt und erfahren werden, in der Migration und Verlust von Heimat(en), Fremdsein und die Suche nach einem Zuhause, eine zentrale Rolle spielen, gewinnt die Frage nach der eigenen Identität und dem Verhältnis des Ich zum Anderen, des eigenen Handelns für und mit anderen eine bestimmende Funktion.

Lena Goreliks autofiktionaler Roman „Wer wir sind“ zeigt in Ausrissen Erinnerungen an die Kindheit in Russland, erzählt familiäre Geschichte(n) und berichtet von den schmerzlichen Erfahrungen bei der Ankunft in Deutschland, genauer gesagt: im baden-württembergischen Ludwigsburg. Berichtet wird von Scham und Stolz, von Anpassungsdruck und Selbstbewusstsein, von diesem In-Between, das migrantische Lebensrealitäten durchdringt und charakterisiert. Der Text leuchtet unsere Gegenwart aus, seine sprachlich poetische Form, die mit Originalzitaten (auch in kyrillischer Schrift) die Vielstimmigkeit unserer Welt unterstreicht, wirft für alle die Frage auf: Wer sind wir?

Der Roman eröffnet auf besondere und vielfältige Weise Anknüpfungspunkte und Schnittstellen für das kooperative Projekt der fünf Ludwigsburger Hochschulen. Zusammengefunden haben sich die Pädagogische Hochschule, die Evangelische Hochschule, die Hochschule für Verwaltung und Finanzen, die Filmakademie Baden-Württemberg und die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Idee und Konzept des Hochschulverbundes sind von Goreliks Text inspiriert und entwickeln diesen reflektierend zu weiterführenden Konzepten auf die Frage „Wer wir sind“: Hochschulübergreifend werden Lebensentwürfe und -perspektiven der Hochschulangehörigen diskutiert und zusammengetragen und die konzipierten Projekte in die Zivilbevölkerung der Stadt Ludwigsburg hineingetragen. Ziel ist es, mit dem Projekt den Diskurs über eine der drängendsten gesellschaftlichen Fragen anzustoßen, wie eine durchlässige Gemeinschaftlichkeit und Anerkennung von Individualität zugleich gelebt werden können.
(Stifterverband / EINE UNI EIN BUCH)

[Joana Petsonias, 22.01.2024]

  • Bei Fragen zur Veranstaltung, können Sie sich an folgende verantwortliche Person wenden:
    Prof. Dr. Stefan Jeuk (Pädagogische Hochschule)
    Tel. 07141/140-1698
    E-Mail: jeuk@ph-ludwigsburg.de
  • Zielgruppe: Alle Interessierten sind herzlich zu unserer Veranstaltung eingeladen.
    Wir freuen uns über eine rege Teilnahme.
  • Eintritt frei

Copyright: Fotocredit Foto mit Mutter: Studio Özgür

  • Eine Kooperation der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg mit der Stadtbibliothek Ludwigsburg, dem Integrationsrat Ludwigsburg und der VHS Ludwigsburg.

Termin:

31.01.2024 / 19:00 Uhr

Veranstaltungsort:


Kulturzentrum (KUZ), Kleiner Saal,
Wilhelmstraße 9/1, 71638 Ludwigsburg