„Ein Wunder ist geschehen! Oder doch auf gepackten Koffern sitzen?“

Jüdisches Leben in Deutschland nach 1945 unter besonderer Berücksichtigung der jüdischen Zuwanderung aus den GUS Staaten

Prof. Dr. Heike Deckert-Peaceman

R. Hiller

„Ich] stelle mir vor, wie ich die Geschichte des Koffers erzähle“
-Lena Gorelik/Wer wir sind-

Der Vortrag nimmt die Geschichte jüdischen Lebens nach 1945 in den Blick, konzentriert sich aber auf die jüdischen „Kontingentflüchtlinge“, die vor allem in der Zeit von 1991 bis 2004 nach Deutschland eingewandert sind.

Lebten vor 1991 ca. 30 000 Juden in Deutschland, kamen im Rahmen dieser Zuwanderung ca. 200 000 Menschen, die aber nur zum Teil Mitglieder der Jüdischen Gemeinden wurden. Dennoch haben sich das Leben in den Gemeinden sowie die Präsenz jüdischen Lebens in der Öffentlichkeit seit dieser Zuwanderung erheblich verändert hat.
Über die Geschichte jüdischen Lebens nach 1945 ist allgemein wenig bekannt. Der Vortrag vermittelt Informationen und konkrete Einblicke, nimmt die mediale Darstellung in den Blick und ordnet die Zuwanderung in ihrer Relevanz für jüdisches Leben nach 1945 in Deutschland ein.